Das als Interessenverband der Club-, Party und Kulturereignisveranstalter der Region Stuttgart ins Leben gerufene Club Kollektiv Stuttgart will die Interessen der Club- und Livemusikszene bündeln und sie unabhängig und selbständig vertreten.

18 Vertreter der Live- und Clubszene trafen sich nach einer mehrmonatigen Vorbereitungsphase am 10. Dezember 2013 im Club Schocken, um den neuen Verband ins Leben zu rufen. Ziel ist zunächst, eine geregelte, institutionelle Grundlage für den Dialog mit der Politik und Verwaltung zur Zukunft der Stuttgarter Club- und Livemusikszene zu schaffen. Es geht aber auch um den Anschluss an die LIVEKOMM, Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V., interne Kommunikation und Erfahrungsaustausch, Aus- und Weiterbildung, GEMA, KSK, Werbemöglichkeiten und vieles mehr.

In den dreiköpfigen Vorstand sind von den Mitgliedern gewählt: Ninette Sander (Club Schocken) ,Carlos Coelho (Keller Klub), Manuel Klink (esistliebe.com). Als Sprecher agiert Walter Ercolino (dig! dis!). Die Geschäftsführung des Interessenverbandes wurde dem Popbüro Region Stuttgart, Peter James, übertragen.

„Unsere Kultur- und Musikangebote sind gefragt: sie gestalten und prägen das soziale und kulturelle Leben der Region maßgeblich mit und sind ein Nährboden für zahlreiche Künstler, Produzenten, Musikbetriebe …“ sagt der Vorsitzende Carlos Coelho. „Die Gründung des Club Kollektivs ist ein erster Schritt, um zu gewährleisten, dass unsere Belange und kulturelle Botschaften in der Öffentlichkeit und den Medien sowie gegenüber Politik und Verwaltung angemessen vertreten und wahrgenommen werden. Angesichts der anhaltend schlechten Entwicklung seit der Schließung der Röhre war es an der Zeit, das Club Kollektiv ins Leben zu rufen.“ Manuel Klink ergänzt: Die Bedeutung populärer Kultur, die in den Livemusik-Clubs und Diskotheken stattfindet, darf nicht unterschätzt werden. Hier wird in großer Bandbreite von Musik, Tanz, Comedy bis hin zu Lesungen und oft ohne öffentliche Förderung Kultur produziert. Die Politik müsste hier dringend die Rahmenbedingungen verbessern: Mehr Räume und Veranstaltungsorte, verbesserte und günstige Werbemöglichkeiten, geringere Auflagen und Ordnungsbestimmungen helfen den Kulturproduzenten vor Ort. Das Club-Kollektiv ist ein wichtiger Schritt, diese Kulturproduzenten unter einem Dach zu versammeln und die Bedeutung zukommen zu lassen, die sie verdienen“. Paul Woog sagt: „Es braucht vor allem eine gelungene und von Respekt für die Akteure geprägte Kommunikation mit Politik, Stadt- und Kreisverwaltungen sowie den Bürgern selbst. Die Interessen von hunderttausenden Besuchern der Clubveranstaltungen, Partys und Musikkonzerte spielen hier ebenso eine Rolle, wie die der Clubbetreiber und Veranstalter. Wenn dies gelingt, erhalten wir unabhängige Kultur, Standortattraktivität und Wirtschaftskraft. Das kann also der Region Stuttgart nur gut tun: Das Club Kollektiv“.

Aktuelle Informationen und Veranstaltungen des Club Kollektiv e.V. finden Sie unter www.facebook.com/clubkollektiv.